Alignement
Abbildung 1: Alignierinstrument
besteht aus:
- Alignierinstrument
- feste Mire
- bewegliche Mire auf Standrohr
- bewegliche Mire auf Dreifuß
- Setzkegelneigungsmesser
- Setzkegel mit und ohne Lotaufhängung
- Prüfuntersatz
- grosser Untersatz für Alignierinstrument mit Zentralverriegelung
- kleiner Untersatz mit Zentralverriegelung
1 Zweckbestimmung
Unter den verschiedenen Verfahren zur lagemäßigen Überwachung von Bauwerken zeichnet sich das Alignement durch relative Einfachheit und Überschaubarkeit aus. Es gestattet Bewegungen von Bauwerkspunkten rechtwinklig zur Alignementsebene mit entfernungsabhängiger Genauigkeit von m = ± 0,2mm ... ± 0,8 mm in kurzen Meßzeiten zu bestimmen.
2 Meßprinzip
Das Alignierinstrument wird mit Hilfe der Freiberger Kugel auf einem großen Untersatz für Alignierinstrument mit Zwangsverriegelung zwangszentriert. Auf einem in der Regel als Doppelrohrpfeiler vermarkten Festpunkt der Alignementslinie wird das Instrument aufgestellt und mittels einer Koinzidenzlibelle horizontiert. Unter den gleichen Bedingungen wird eine feste Mire aufgebaut. Das Fernrohr des Alignierinstrumentes wird auf die feste Mire gerichtet. Die Fernrohrziellinie des Alignierinstrumentes, beschreibt nach Anzielung der festen Mire eine Vertikalebene, die durch beide Alignementsfestpunkte verläuft. Zur Vermarkung der Bauwerkspunkte werden Setzkegel (unter der Mauerkrone liegend) oder Untersätze mit Zentralverriegelung (bei Pfeilervermarkung) verwendet. Ausgewählte Setzkegel der Alignementspunkte können gleichzeitig Aufhängepunkte für die Gewichtslotmeßeinrichtung sein. Die Setzkegel dienen gleichzeitig als Meßpunkte für das Präzisionsnivellement auf der Mauerkrone, bzw. als Meßbasis für eine Abstandsmessung zwischen den Alignementspunkten (Jäderinzapfen). Um die gesuchten horizontalen Abstände der Alignementspunkte rechtwinklig zur Bezugsebene bestimmen zu können, wird auf den Setzkegel eine bewegliche Mire auf Standrohr (1,4m lang) mittels einer Konushülse aufgesetzt. Auf Zuruf des Beobachters am Alignierinstruments wird durch den Meßgehilfen die bewegliche Mire in die Alignementsebene bewegt und der Meßwert an einer Skale mit Nonius abgelesen (Meßbereich 0 bis 100mm). Bei einer Pfeilervermarkung erfolgt der Einsatz einer beweglichen Mire auf Dreifuß. Mögliche Bewegungen der Meßpfeiler können durch folgende Verfahren bestimmt werden:
- Schaffung von Sicherungspfeilern inclusive Untersätzen mit Zwangsverriegelung in der verlängerten Alignementslinie damit (Messung seitlicher Abweichungen) mit der beweglichen Mire auf Dreifuß
- Einsatz von Prüfuntersätzen in Verbindung mit dem Setzkegelneigungsmesser (Messung der Neigung)
- durch trigonometrisch Verfahren, indem ein Dreifuß mit Freiberger Kugel sowohl für das Steckzapfensystem "Zeiß" als auch für das Zwangszentriersystem "Wild" auf den Untersatz für Alignierinstrument bzw. den Untersatz mit Zentralverriegelung aufgesetzt wird
Zur Kontrolle des lotrechten Einbaues der Setzkegel bzw. der Ermittlung möglicher nachträglicher Neigungsänderung dient der Setzkegelneigungsmesser. In Verbindung mit einem Prüfuntersatz werden Neigungsänderungen der Untersätze (der Doppelrohrpfeiler) mit Zentralverriegelung bestimmt.
3 Technische Daten Alignierausrüstung
Alignierinstrument
Festes Mire
| Zielzeichenform: konzentrische Kreise, Websky-Spalt oder Zieltafel Zeiss Spitzenabstand der Fußschrauben: auf Durchmesser 60 mm Zwangszentrierung: Freiberger Kugel Abmessung Zieltafel: 140 mm x 123 mm Abmessung: 305 mm x 155 mm x 130 mm Gewicht: 1,4 kg mit Transportkasten: 4,0 kg |
Bewegliche Mire auf Standrohr
Zielzeichenform: konzentrische Kreise, Websky-Spalt oder Zieltafel Zeiss Zwangszentrierung: Setzkegel seitlicher Verstellbereich: ±50,0 mm Skalenwert der Teilung: 1,0 mm Skalenwert Nonius: 0,1 mm Abmessung Zieltafel: 140 mm x 123 mm Abmessung: 1550 mm x 225 mm x 68 mm Gewicht: 10kg |
Bewegliche Mire auf Dreifuß
Zielzeichenform: konzentrische Kreise oder Websky-Spalt Zwangszentrierung: Freiberger Kugel Spitzenabstand der Fußschrauben: auf Durchmesser 60 mm seitlicher Verstellbereich: ±50,0 mm Skalenwert der Teilung: 1,0 mm Skalenwert Nonius: 0,1 mm Abmessung Zieltafel: 140 mm x 123 mm Abmessung: 305 mm x 225 mm x 132 mm Gewicht: 2,6 kg mit Transportkasten: 5,2 kg |
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Setzkegelneigungsmesser SKN 20/E
| Konushülse: Neigung 1 : 10 Neigungsmessbereich: ±20 mm/m Auflösung: 0,01 mm/m Masse: 2,0 kg netto Abmessung Verpackung: 350mm x 280mm x 100mm |
Prüfuntersatz
Spitzenabstand der Fußschrauben auf Durchmesser 60 mm
Zwangszentrierung: Freiberger Kugel
Kegel: Neigung 1 : 10
Abmessungen: 160 mm x 160 mm x 300 mm
mit Transportkasten: 250 mm x 250 mm x 400 mm
Gewicht: 4 kg
Setzkegel
| Kegelneigung: 1:10 mit bzw. ohne Lotaufhängung Material: Edelstahl |
Den Setzkegel gibt es seit 2004 auch in einer "leichten Ausführung" (nicht für Alignierausrüstung gedacht).
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