Präzisionsschlauchwaage
Abbildung 1: Präzisionsschlauchwaage PSW 2 (FPM Holding GmbH)
1 Zweckbestimmung
Die Präzisionsschlauchwaage dient zur Ermittlung relativer Höhenunterschiede mit einer Genauigkeit von wenigen Hundertstel Millimetern und ist somit dem Präzisionsnivellement eindeutig überlegen. Darüber hinaus gestattet dieses System auch bei extremen Umgebungsbedingungen eine kontinuierliche Messwertaufzeichnung. Überall dort, wo andere geodätische Messsysteme auf Grund anliegender Luftturbulenzen, Refraktionen, Schwingungen und hoher Temperaturunterschiede einer Beeinflussung unterliegen, die mittels Korrekturen nicht kompensiert werden können, ist der Einsatz eines hydrostatischen Nivellements zu empfehlen.
2 Meßprinzip und Aufbau der Messeinrichtung
Die PSW 2 ist die mechanische Ausführung einer Präzisionsschlauchwaage. Sie besteht aus zwei mittels Mess- und Luftschlauch verbundener Messwertaufnehmern. Diese werden an je einem im Mauerwerk eingelassenen Höhenbolzen mit kugeligem Kopf aufgehangen. Beim Einbau der Messbolzen ist darauf zu achten, dass ihr Höhenunterschied den Messbereich der Präzisionsschlauchwaage von einem Dezimeter nicht überschreitet. Jeder dieser Messwertaufnehmer enthält eine Messspindel, die in der Höhe 100 mm verstellbar ist. Sie besitzt am unteren Ende eine schlanke Spitze und trägt am oberen Ende eine Feinmesstrommel, deren Teilung einen Skalenwert von 0,01 mm besitzt. Das gesamte System ist mit der Messflüssigkeit, in der Regel destilliertes Wasser, gefüllt. Zum Messen des Höhenunterschiedes zwischen den zum Aufhängen der Messwertgeber verwendeten Höhenbolzen sind die Spitzen der Messspindel in beiden Systemen zur Berührung mit dem Flüssigkeitsspiegel zu bringen. Um den Beobachter zu entlasten, wird die Berührung der Messspindel mit der Messflüssigkeitsoberfäche durch das Aufleuchten einer LED-Anzeige kenntlich gemacht. Zur eigentlichen Messung schließt man gleichzeitig die Absperrhähne, setzt die Messspitze auf den Flüssigkeitsspiegel auf und liest die Messwerte ab. Die Millimeter werden dabei am Indexstrich der Längsteilung, die hundertstel Millimeter an der Mikrometertrommel abgelesen. Instrumentenkonstanten werden durch Mittelbildung nach Austausch der beiden Messwertaufnehmer eliminiert.
3 Technische Daten
Technische Daten
| Ausnutzbare |
100mm |
| Skalenwert der |
1mm |
| Skalenwert der |
0,01mm |
| Glaszylinder |
42mm |
| Dosenlibelle: |
25' |
| Höhe des |
500mm |
| Durchmesser: |
72mm |
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